Cobá
Die Stadt Cobá war eine der größten Siedlungen der Maya in Yucatán. Bisher ist aber nur ein ganz geringer Teil der Bauten freigelegt worden. Während man durch die Ruinen von Cobá schlendert kann man links und rechts des Weges die Überreste von Gebäuden erkennen, die fast komplett vom dicken Grün des Walds verschluckt worden sind. Nimmt man sich Tulum und Cobá für einen Tag vor, so ist es ratsam, für die Strecke ein kleines, zeitliches Polster einzurechnen, da die Straße nach Cobá mehr Schlaglöcher als Asphalt aufweist.
Der Gegensatz zwischen den beiden Stätten ist einfach unglaublich, Tulum mit seinem getrimmten Rasen und Cobá noch bis über beide Ohren im Wald versteckt. In Cobá findet sich eine der höchsten Pyramiden Yucatáns. Mit 42m Höhe und 120 Stufen stellt die Pyramide eine echte Herausforderung dar, die man aber erst erkennt, wenn man oben angekommen ist und den Blick den steilen Aufstieg hinabschweifen läßt.
Der Ausblick über das grüne Dach des Waldes, der von der Spitze der Pyramide aus zu geniessen ist entschädigt aber bei weitem für alle Anstrengungen!
In Cobá gibt noch einen kleinen Ballspielplatz, der sich aber nicht mit der Anlage in Chichén Itza vergleichen läßt. Insgesamt ist das Gelände sehr weitläufig und aufgrund der in der Nähe befindlichen Seen sollte man mit Moskitoattaken rechnen.
Die Wege in der Anlage sind sehr gut zu begehen und bieten durch die dichte Vegetation tagsüber einen guten Sonnenschutz. Wie bei allen Ausgrabungsstätten ist daran zu denken, daß es in den Anlagen keine Getränke zu kaufen gibt - also einen guten Vorrat in den Rucksack!