Chichén Itza
Chichén Itza ist wohl die berühmteste Maya-Stadt in Mexico. Im Vergleich zu anderen Orten verfügt Chichén Itza über riesige Bauwerke. Die Pyramide von Kukulcán (auch Quetzalcóatel), das Observatorium, der Ballspielplatz und der Tempel der Krieger.
Der Besucher von Chichén Itza steht schon wenige Schritte nach Betreten der Anlage direkt vor der großen Pyramide. Sie kann in ihrer Höhe zwar nicht mit der Pyramide in Cobá konkurrieren, aber ihre Wirkung wird dadurch verstärkt, daß sie ganz allein auf einem riesigen Platz steht.
Der Aufstieg fällt wie immer leichter als der Abstieg. Oben angekommen bietet sich ein wunderschöner Blick auf den Tempel der Krieger, das Feld der tausend Säulen, den Ballspielplatz, den Tempel der Jaguare, die Schädelmauer und viele weitere Bauwerke.
Ein sehr interessantes Phänomen läßt sich an den Sonnenwendtagen (21.03. und 23.09.) beobachten. Auf die Stufen der Pyramide, die dem Schlangengott Quetzalcóatel geweiht ist, fällt der Schatten der Pyramidenkante, genauso, daß er an die unten am Fuß der Treppe befindlichen Schlangenköpfe anschließt. Durch die Bewegung der Sonne sieh es dann im Verlauf des Tages so aus, als würde sich eine Schlange aus dem Tempel an der Spitze der Pyramide heraus und die Treppe herunter bewegen.
Eine zweite Besonderheit läßt sich das ganze Jahr über beobachten. Stellt man sich etwas östlich der Venus-Plattform an Rand des Platzes auf und klatscht in die Hände, hat man den Eindruck aus dem Tempel auf der Pyramide würde ein spitzer Schrei ausgestoßen werden.
Für die Besichtigung von Chichén Itza sollte man mindestens einen ganzen Tag einplanen. Das Gelände ist zwar nicht sehr groß, sodaß man zu Fuß in maximal einer halben Stunde von einer Sehenswürdigkeit zur anderen kommt, aber diehaben es nun mal in sich. Es ist schon unglaublich auf dem riesigen Ballspielplatz zu stehen und sich die Maya-Mannschaften vorzustellen, die hier einmal gegeneinander gekämpft haben. In der Spielfeldmitte am Rand des Feldes sind die Szenen, die nach Abschluß eines Spiels stattfanden sehr plastisch dargestellt. Je länger man auf diese in Stein gehauenen Köpfungsszenen starrt, um so fester wird die Gänsehaut.