Mexiko

Im regnerischen November 1998 haben wir uns ganz spontan entschlossen, das Hamburger Schmuddelwetter einzutauschen gegen ein bißchen Sonnenschein. Nach ein paar Abenden im Netz haben wir uns dann zum Flughafen aufgemacht, um mal vor Ort die Angebote zu sichten. Nachdem wir schon unzählige Male unseren Text heruntergespult hatten (”Wir suchen etwas für 2 Personen, 2 Wochen, über Weihnachten und Sylvester, möglichst sonnig und warm…..”), waren wir schon etwas überfrachtet mit Angeboten für die Dominikanische Republik (da wollten wir aber leider nicht hin!) und kamen an einen Stand, der etwas abseits liegt (Buy-Bye). Wir hatten gerade wieder angesetzt um unseren Spruch aufzusagen …

“Wir suchen etwas für 2 Personen, 2 Wochen …”

“Mexiko”

“Wie, Mexiko, wir waren noch nicht fertig”

“Ist egal, heute gibt’s eigentlich bei mir nur Mexiko … ist der Renner”.

Na ja gut, wir haben uns das Hotel angesehen und zwei Wochen später saßen wir im Flieger nach Cancún …

War eben “der Renner”.

Glücklicherweise war eine Arbeitskollegin von mir gerade ein paar Monate vor uns dort in der Nähe gewesen. Sie hat mich gleich mit Reiseführern, Einkaufstips und Durchfallmittel ausgestattet (Danke Silke!). Der Flughafen von Cancún empfing uns mitten in der Nacht mit einem tropischen Regenschauer ungeahnten Ausmaßes. Na das waren ja feine Aussichten - das hatte so überhaupt nichts mit den traumhaften Sonnenuntergängen und Stränden zu tun, die ich mir so vorgestellt hatte. Aber nach 20 Minuten war der Spuk vorbei und die Nacht umfing uns mit ungewohnter Wärme.

Im Bus ging es dann auch gleich weiter zu sogenannten Hotel-Zone in Cancún. Dort angekommen wurden die übernächtigt aussehenden Gestalten nach und nach auf die Hotels verteilt. Es war stockfinstere Nacht und alles war durch das orangefarbene Licht der Straßenlaternen ausgeleuchtet. Wir haben nur noch unseren Zimmerschlüssel in Empfang genommen und unsere Koffer aufs Zimmer geschleppt. Am nächsten Morgen wurde ersteinmal ein verschlafener Blick vom Balkon geworfen, um festzustellen, wo wir gelandet waren. Das Hotel “Imperial Lagoon” war in Ordnung für einen Urlaub, der sich nicht auf die Hotelanlage konzentrieren sollte.

Nach dem morgendlichen Herrichten und Restaurieren ging’s ab zum Frühstück. Unter einem Palmendach an der Lagune, gleich hinter dem Hotel , gab es dann das Frühstück, das uns für zwei Wochen begleiten sollte. Fast immer Eier (…fried eggs, scrambled eggs oder eggs mexican-style…) mit ein paar Scheiben Toast. Dazu dann frischen Kaffee, der überraschenderweise richtig gut schmeckte (wer kennt das nicht, Kaffee im Urlaub - auweia). Als erstes mußte ein Mietwagen her, damit wir auch außerhalb von Cancún mobil waren. Das Verkehrsnetz in Cancún selbst ist wirklich klasse! Für nicht mal eine Mark läßt sich die gesamte Hotel-Zone (immerhin gute 20 Kilometer) in einer Richtung befahren. Aber wer in diese Gegend fährt, sollte nicht nur auf die traumhaften Strände ein Auge werfen, sondern auch auf die kulturellen Sehenswürdigkeiten - es lohnt sich !

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