Home

kult. Dreieck
Hochland
Colombo
Südwestküste
-
Dodanduwa
-
Galle
-
Hikkaduwa
Info

Gästebuch
Sri Lanka-Forum
Mail

reiselinie.de ! Last Minute,Flugreisen & Flüge !

Die Zeiten, in denen das Dörfchen Hikkaduwa als verschlafenes Nest Anlaufpunkt für Hippies und Individualtouristen war, sind schon lange vorbei. Die Rucksackreisenden von früher haben eine Karawane von Pauschaltouristen nach sich gezogen, die heute die Strände von Hikkaduwa bevölkern. Diesen veränderten Bedingungen hat sich auch das Bild des Ortes angepaßt. Hikkaduwa ist in den letzten Jahre so sehr gewachsen, daß es die Nachbardörfer einfach verschluckt hat und in Richtung Süden erst wieder nach Dodanduwa ersichtlich wird, daß hier ein Ort endet. Jeweils am Ortsende steht an der Galle Road ein Schild, das daruf hinweist, daß man eine "Tourist-Zone" betritt und man doch seine Fahrweise etwas anpassen möge.

Die Galle Road im Ort ist gesäumt von kleinen Geschäften, die alles anbieten, was das Pauschaltouristenherz begehrt. Es gibt Batik, Holzschnitzereien, Rundreisen, Fahrradvermietungen und Restaurants in Hülle und Fülle. Die Inhaber der Geschäfte sind recht flink darin, Dich in ein Verkaufsgespräch zu verwicklen, sobald Du ein paar Sekunden vor ihrem Laden verweilst. Die Konkurrenz durch die Vielzahl der Geschäfte entlang der Galle Road zwingt sie einfach zu etwas härteren Marketing-Methoden, die aber auf die Dauer sehr nervtötend sind. Es haben sich sogar schon zwei kleine “Supermärkte” dort niedergelassen. Durch diese Entwicklung hat Hikkaduwa seinen Charme, den es früher einmal gehabt haben soll, leider vollends verloren. In seiner heutigen Ausgestaltung könnte der Ort auch überall auf der Welt liegen.

Einen großen Vorteil für den Individualtouristen möchte ich aber nicht verschweigen. Durch das große Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten, hat man gerade in der Nebensaison sehr gute Möglichkeiten, mit den Guesthäusern über die Zimmerpreise zu verhandeln. Die Konkurrenz belebt eben das Geschäft. Aber auch hier gilt, wer etwas Günstiges sucht, der sollte sich auf den südlichen Ortsrand oder das Hinterland konzentrieren. Die Entfernungen zum Ortskern bzw. zum Strand sind in maximal 30 Minuten zu Fuß zurückzulegen. Das Mieten eines Fahrrads (ca. 100 Rps pro Tag) solltest Du dann überlegen, wenn Du den Verkehr auf der Galle Road gesehen hast und Dir zutraust, im Linksverkehr neben großen LKWs zu bestehen.

Die Strände in Hikkaduwa sind leider sehr überlaufen und inzwischen gibt es Strandbars, die ihre alkoholisierten Besucher mit lauter, westlicher Discomusik beschallen. Wer also Ruhe sucht, sollte sich aufmachen und in Richtung der südlichen Strandabschnitte marschieren. Je weiter Du nach Süden kommst, um so geringer wird auch die Gefahr, alle paar Minuten von einem Beachboy belästigt zu werden. Den Beachboys in Hikkaduwa ist mit Vorsicht zu begegnen! Meistens beginnen sie damit, daß sie versuchen, Dir irgendeinen Schnickschnack oder einen Tagesausflug mit dem Boot oder einem Tuc-Tuc zu verkaufen. Sobald sie sich einigermaßen sicher sind, daß Du kein Polizeispitzel bist, offenbaren sie dann die volle Palette ihres Angebotes. Die beginnt bei mehr oder weniger harten Drogen und reicht locker bis zur Prostitution. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was noch auf den “Ladentisch” geholt wird, sobald man in Verhandlungen mit einem Beachboy einsteigt.

Es bietet sich also an, gleich von Anfang an klarzumachen, daß man auf keines der Angebote eingehen wird. Da die Beachboys recht gut Englisch sprechen, sollte es kein Problem sein, dies zu verdeutlichen.

Jeden Sonntag verwandelt sich das freie Feld am Bahnhof in einen Markt, der tatsächlich noch von den Bewohnern Hikkaduwas und der Umgebung genutzt wird. Es erstaunlich zu sehen, wie wenig Touristen sich hier herumtrieben. Da der Markt ein ganz besonderes Erlebnis ist, das sich am ehesten in Bildern ausdrücken läßt, habe ich auf hinter dem Knopf "Diashow" eine Seite mit Photos vom Marktgeschehen hinterlegt.