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Das Straßendorf Dodanduwa war für der Ausgangspunkt für alle Rundreisen, die wir während unseres Aufenthaltes unternommen haben. Wir haben uns gezielt dieses Dorf ausgesucht, da es aus unserer Sicht über eine Reihe von Vorteilen verfügt. Es ist weit genug abseits des touristisch geprägten Hikkaduwas, aber noch immer nah genug, um z.B. den Bahnhof zu Fuß zu erreichen (ca. 30 Minuten Fußmarsch entlang der Galle Road). Die Preise für die Unterkünfte halten sich auch hier noch in Grenzen, aber der Standard der Guesthouses ist schon sehr vernünftig für den Übernachtungspreis von ca. 10 DM pro Nacht.

Wir haben ein Zimmer für die gesamte Zeit unserer Reise gemietet, so daß wir immer die Möglichkeit hatten, die Sachen, die wir auf unseren Rundreisen nicht benötigten, in einem abgeschlossenen Raum zu verwahren. Dies ist sicher eine kleine Form von Luxus, der aber bezahlbar bleibt. Von Deutschland aus hatten wir das erste Guesthouse, das Oriental Rest, gebucht. Kurze Zeit später sind wir dann in's benachbarte Seaside Inn umgezogen, da dieses Haus unseren Bedürfnissen etwas mehr entsprach und nur 1/3 so teuer war wie das Oriental Rest.

Der Ortskern von Dodanduwa befindet sich an der Straßenkreuzung am Hafen. Hier finden sich viele kleine Geschäfte, die Obst und einige Dinge des täglichen Bedarfs verkaufen. Fisch kann man ab mittags direkt bei den Fischern im Hafen kaufen. Oberhalb der Kreuzung thront ein buddhistischer Tempel, der über eine lange Treppe gut zu erreichen ist.

Wenn man aus dem Tor des Seaside Inn tritt und nach links biegt, steht man eigentlich fast schon in einem kleinen Laden, der von einem alten Ehepaar betrieben wird. Der Einkauf in dieser dunklen Bretterbude war jedesmal ein Erlebnis. Mangels singhalesischer Sprachkenntnisse mußte ich mich auf Englisch verständlich machen. Richtig abenteuerlich wurde es, als der ältere Herr dann begann, die Preise zu addieren. Wie überall galt auch hier, dringend vorher zu fragen, was die einzelnen Dinge kosten sollten und im Kopf zumindest grob zu überschlagen, was der Verkäufer als Ergebnis liefern sollte. Es gab die drolligsten Abweichungen! Besonders die Preisveränderungen unterhalb der Woche waren interessant. Diesen Punkt der Marktwirtschaft hatten die beiden Ladeninhaber verstanden. Je näher der wöchentliche Markt in Hikkaduwa rückte und um so geringer der Lagerbestand an frischen Früchten wurde, um so höher wurden die Preise. Für eine Riesenananas 50 Pfennige zu bezahlen grenzt dort zwar fast an Wucher, ist aber für eine europäische Reisekasse durchaus erträglich.           

Der Strand in Dodanduwa ist einfach traumhaft schön. Er ist nicht gerade überlaufen und aus diesem Grund treiben sich dort auch nur wenige Beach-Boys herum, die von Souvenirs, über Drogen bis hin zu sich selbst alles verkaufen. Sobald man deutlich gemacht hat, daß man an Nichts Interesse hat, lassen sie einen auch in den kommenden Wochen in Ruhe.

Die Strömung im Wasser sollte man nicht unterschätzen! Freies Schwimmen im offenen Wasser ist so gut wie unmöglich. Ich habe mich beim Baden immer darauf beschränkt, bis zum Hals im Wasser zu stehen und dann in Richtung Strand zurückzuschwimmen. Probier' es am besten einfach vorsichtig aus, dann wirst Du merken, wie heimtückisch die Strömung sein kann.

Das Hinterland von Dodanduwa ist durch eine riesige Lagune geprägt, an dessen Ufer sich eine Vielzahl von Tieren angesiedelt hat. "Unser" Tuc-Tuc-Fahrer wollte uns zwar immer von einer Lagunenfahrt überzeugen, aber wenn wir dann mal wieder in Dodanduwa eingetrudelt waren, wollten wir nur etwas Verschnaufen und uns am Strand erholen bevor wir wieder aufgebrochen sind. So kann ich leider keine Aussage darüber machen, ob dort wirklich größere Warane leben und ob eine solche Fahrt lohnend ist.

Wir sind mit gemieteten Fahrrädern durch die kleinen Straßen abseits der Galle Road gefahren und haben uns die Reisfelder und natürlich auch das Ufer der Lagune angesehen. Es ist unglaublich beeindruckend, wie grün dieses Land ist. Die Natur geht geradezu verschwenderisch mit den unterschiedlichsten Grüntönen um.