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Das Autofahren sollte man lieber den Singhalesen überlassen, denn die sind an die etwas eigenwilligen Regeln im Straßenverkehr gewohnt (s. Mietfahrzeuge).

Beachboys
Diese äußerst lästigen Vertreter der Strandverkäufer finden sich immer dort, wo sie sich durch die hohe Anzahl von Touristen ein gutes Geschäft versprechen. Gerade in Hikkaduwa ist dieses Phänomen sehr ausgeprägt und besonders wenn man frisch eingetroffen ist und die blasse Haut den Neuankömmlingstatus signalisiert, muß man schon sehr viel Geduld haben, um immer wieder höflich “NEIN” (singhalesisch: Epha!) zu sagen.
Diese fliegenden Händler haben so ziemlich alles im Angebot, was sich überhaupt verkaufen läßt. Auf Legalität wird hierbei kein großer Wert gelegt. Aus verschiedensten Gründen ist im Umgang mit den Beachboys absolute Vorsicht geboten, denn sie sind nicht gerade ein Aushängeschild für die Bewohner der Insel.
R. Mersmann: "Die Fliegenden Händler sind ansich weniger ein Problem, die begreifen irgendwann, dass man nichts kaufen will. Das größere Problem sind die richtigen Beach Boys, die ihr Geld durch Provision oder durch Ausnehmen vorwiegend weiblicher Touristen verdienen. Die sind der Meinung, dass sie, wenn sie sich zweimal mit der gleichen Frau unterhalten, gleich einen Anspruch auf diese haben. Das führte immer wieder zu Auseinandersetzungen verbaler und auch handgreiflicher Art mit männlichen Touristen."
M. + P. Nimfür: "lieber jan, ich möchte folgendes dazu bemerken: man kann nicht alle beach-boys in 1 topf werfen. daß sie bei ausflügen bzw. besuchen in diversen fabriken provision bekommen, ist wohl selbstverständlich, auch sie wollen und müssen von etwas leben. ich glaube jedoch, daß 30% etwas hoch gegriffen sind. du mußt schon sehr schlechte erfahrungen mit diesen leuten gemacht haben. wir fahren bereits 15 jahre nach sri lanka (meist beruwela) und haben noch nie negative erlebnisse in dieser richtung gehabt.allerdings muß dazu bemerkt werden,daß es seit 2-3 jahren eine "neue", d.h. junge, generation gibt, denen selbst wir nicht sehr trauen würden. wir haben jedenfalls 2 sehr schöne (und echte) freundschaften mit beach-boys geschlossen. also, bitte nicht alles in dieser richtung kaputt machen, das besorgen schon die hotelmanager
ps: auch in europa kassieren fremdenführer provisionen
liebe grüße aus wien"
Bettler
Im Gegensatz zu Europa gehören Bettler hier zum täglichen Straßenbild. Es ist schwierig, eine Empfehlung wie man mit diesen Menschen umgehen sollte. Auf der einen Seite möchte man gern auch diese Menschen unterstützen, auf der anderen Seite schafft man durch das sinnlose Verteilen von Geld einen Anreiz, sich von der Arbeit abzuwenden, denn ein “guter” Bettler verdient wahrscheinlich schnell mehr als ein einfacher Arbeiter.
R. Mersmann: "Achtet darauf, ob auch Einheimische dem Bettler etwas geben. Wenn ihr den gleichen Bettler an mehreren Tagen seht, ist das ein 'Berufsbettler'."
Bürgerkrieg
Wie bei allen langanhaltenden Konflikten ist es müßig, zu versuchen, die Schuldfrage zu klären. Als Tourist in Sri Lanka sollte man sich als Gast aufführen und nicht versuchen, sich in die Diskussion einzumischen. Die Ansichten eines Außenstehenden helfen hier nur begrenzt weiter. Am besten hält man sich zurück, sobald das Gespräch politisch wird und bildet sich seine eigene Meinung. Aussagen zur Gewaltanwendung fallen für mich aber nicht unter diese “Benimmregel”. Hier kann man auch als Tourist durchaus seine Meinung äußern.
Zentrum der Gewalt ist neben dem Norden der Insel die Hauptstadt Colombo. Ich würde meinen Aufenthalt in Colombo aus diesem Grund auf ein Minimum beschränken. Die Abschnitte der Insel südlich der Hauptstadt und das Hochland sind (von wenigen Ausnahmen abgesehen) als sicher zu betrachen. Es empfiehlt sich aber, sich beim Auswärtigen Amt über die jeweilige Lage im Land zu informieren.
Es bleibt zu hoffen, daß sich die Lage in naher Zukunft entspannt und die paradiesische Insel zum Frieden zurückfindet.
R. Mersmann: "Durch die Auflösung des Parlaments Anfang Juli ist es zu heftigen und blutigen Demonstrationen in allen größeren Städten gekommen. Am 18. Oktober wird in einem Referendum über eine neue Verfassung abgestimmt. Bis dahin wird sich die Situation kaum ändern. Von Reisen innerhalb des Landes kann daher im Moment nur abgeraten werden."
Jörn Eisenhauer: "Es hat sich etwas getan im Lande, die friedenswillige ehemalige Opposition stellt nun den Premierminister, es sind ernsthafte Friedensbemühungen mit den Tamil Tigers im Gange. Die Tigers haben erklärt, auf Terroranschläge verzichten zu wollen. Im ganzen Lande war im Februar 2002 eine große Euphorie zu spüren, daß es diesmal zu einem Ende des Bürgerkrieges kommen könnte. Als erstes sichtbares Zeichen wurde die Strasse nach Jaffna entmint und nach 20 Jahren wiedereröffnet."

Drogen
R. Mersmann: "Auf Drogeneinfuhr und -handel steht seit zwei Jahren die Todesstrafe. Drogenbesitz, vor allem von harten Drogen, wird auch bei Touristen verfolgt. Ein 'Freikaufen' ist möglich. Im Fall eines Östereichers hat dies im Jahr 2000 jedoch 40.000,00 DM an Bestechungsgeldern gekostet."
Vor der Ausreise aus Sri Lanka ist eine sog. Flughafenstuer zu entrichten. Jahrelang belief sich der Betrag auf 500 Rps - im Jahr 2001 ist dieser Steuer auf 1.000 Rps pro Person heraufgesetzt worden. Wenn Du also nicht als Pauschaltourist nach Sri Lanka gekommen bist und Dein Reiseveranstalter die Steuer bereits im Reisepreis berücksichtigt hat, empfiehlt es sich, den Steuerbetrag passend zur Hand zu haben.
Geldautomaten
Die Banken verfügen bisher noch nicht über ein dichtes Netz von Geldautomaten. Ich habe in Colombo, Kandy und Hikkaduwa Automaten gesehen, an denen sich mit einer Kreditkarte Sri Lanka Rupees abheben ließen.
Geldwechseln
Jede etwas größere Stadt verfügt über mindestens eine kleine Bank, in der gegen eine Umtauschgebühr DM, Dollars oder Schweizer Franken in Sri Lanka Rupees umgetauscht werden. Den besten Wechselkurs gab es jeweils für Travellercheques in US-$.






Malariaprohylaxe
Da ich kein Mediziner bin, kann ich hier keine verbindlichen Empfehlungen geben, sondern nur kurz und unverbindlich beschreiben, wie ich diese Thema gehandhabt habe.
Da ich absehen konnte, daß ich im Rahmen der Rundreise auch in Gebiete im Landesinneren reisen würde und z.B. die Gegend um Polonnaruwa besonders Malaria-belastet ist, habe ich mich für eine Prophylaxe entschieden. Zum Glück habe ich die Medikamente Paludrine und Resochin sehr gut vertragen und mußte nicht unter Nebenwirkungen leiden. Trotzdem sollte zusätzlich noch ein Mücken vertreibendes Mittel (z.B. Autan) eingepackt werden und am Abend Kleidung getragen werden, die die Arme und Beine bedeckt (Füße nicht vergessen!). Die meisten Zimmer sind mit Deckenventilatoren und Mückennetzen ausgestattet, so daß hierdurch ein zusätzlicher Schutz gegeben ist.
An der Küste ist die Mückenbelastung nicht sehr hoch, da diese den frischen Seewind nicht besonders schätzen. Ich wäre vielleicht zu einer anderen Entscheidung gekommen, wenn ich mich nur an der Küste aufgehalten hätte.
Mietfahrzeuge
Das Mieten eines Fahrzeuges auf Sri Lanka kann man nur empfehlen, wenn der Wagen mit Fahrer gemietet wird. Der Linksverkehr, aber mehr noch der Straßenzustand und die singhalesische Fahrweise machen das Selbstfahren zu einem Himmelfahrtskommando.
Für europäische Verhältnisse ist das Mieten mit Chauffeur relativ preiswert und man hat (wenn man Glück hat) gleichzeitig einen Führer dabei, der einem auch mal abseits der Touristenpfade ein paar Sehenswürdigkeiten zeigt.
R. Mersmann: "Ein KFZ ohne Fahrer ist teurer als mit Fahrer: Die Wahrscheinlichkeit, das Auto mit Fahrer heile wieder zu bekommen ist einfach größer. Motorräder können in jedem Touristenzentrum gemietet werden. Auf Grund des Verkehrs, der in den letzten Jahren stark zugenommen hat, sollt man allerdings nur Seitenstrassen befahren. Südlich von Galle nimmt der Verkehr ebenfalls ab. In jedem Fall gilt: DEFENSIV FAHREN. Allein in der Umgebung von Hikkaduwa verunglücken jedes Jahr 3 bis 5 Motoradfahrer schwer oder tödlich."

Nepper, Schlepper, Bauernfänger
R. Mersmann: "Ich glaube, in keinem Land der Welt wird man so geschickt aber auch charmant beschissen wie in Sri Lanka.
Einige Beispiele:
'Hallo, ich bin der Koch in deinem Hotel. Ich muß einkaufen, hab aber nicht genug Geld dabei. Kannst Du mir 1000 Rs leihen, Du bekommst das Geld im Hotel zurück.' Fragt zurück 'Welches Hotel'. Funktioniert aber nicht immer, da euch die Beach Boys eventuell beobachten, und wissen, wo ihr wohnt.
Gespräch am Strand: 'Was zahlst du für die Zigaretten' - '130 Rs' - 'Das ist viel zu teuer. Ich kann dir die für 80 Rs besorgen, muß aber eine ganze Stange kaufen und so viel Geld hab ich nicht.' Die Stange Zigaretten kommt natürlich nie an.
Die verfeinerte Variante: Der Beach Boy kauf ein Päckchen für 130 Rs und verkauft es dir für 80 Rs. Das macht er ein paar Tage, um dein Vertrauen zu gewinnen. Dann erzählt er Dir, das er die Päckchen einzeln nicht mehr bekommen kann. Rest wie oben...
Wenn euch jemand nicht um Geld anbettelt, sondern euch darum bittet, für die kranke Oma Vitaminpulver o. ä. zu kaufen, könnt ihr sicher sein, daß das Vitaminpulver wieder im Geschäft landet, sobald ihr um die nächste Ecke gegangen seid. Wer allerdings am Strand eine Ananas für 20 Rs kauft und mit 1000 Rs bezahlt, darf sich nicht wundern, wenn er das Wechselgeld nicht zurückbekommet. Als Einheimischer kann man von 1000 Rs 14 Tage leben. Trotzdem: Nicht überkritisch sein :-)"

R. Mersmann: "Bereits nach 1 bis 2 Tagen, habt ihr einen einheimischen 'Freund' kennengelernt, der euch nicht mehr aus den Augen läßt. Als 'guter Freund' hat er natürlich einige Tips für euch: z.B. den Juwelier-Shop seines Onkels oder den Textil-Laden seines Bruders. Und weil das ja sein Onkel oder Bruder ist, kann er für euch einen 'very special price' aushandeln. Das heißt: ihr zahl das doppelte des normalen Preises oder noch mehr (siehe auch Beach Boys). Einkäufe also immer ohne diese Schlepper tätigen. Besucht ihr bei organisierten Rundreisen z. B. einen Batik-Shop oder Gewürzgarten, erhält der Reiseführer bzw. Fahrer in der Regel 30% Provision."

R. Mersmann: "In jedem Touristenzentrum gibt es zahlreiche Fahrer, mit denen man eine Rundreise machen kann. Die Fahrer direkt ansprechen und sich nicht über die Beach Boys einen Fahrer vermitteln lassen. Preise vergleichen. In der Regel ist eine Abrechnung nach Kilometern einer 'All Inclusive' Rundreise (incl. Übernachtungen und Eintrittsgelder) vorzuziehen. Im März 2001 betrug der Kilometerpreis für eine Dreitage-Rundreise ca 12 Rs. Übernachtungen und Eintrittsgelder zahlt man dann selbst. Der Preis wird für einen Minibus ausgehandelt, egal wieviel Personen mitfahren. Für den Fahrer treten keine zusätzlichen Kosten auf."

R. Mersmann: "An der ganzen West- bis Südküste treten immer wieder, auch in der Hauptreisezeit von Dezember bis April, starke lokale Strömungen auf. Das kann auch bei scheinbar ruhiger See passieren. Grundsätzlich nie alleine im Meer schwimmen. Und wenn es dich doch erwischt hat: SOFORT bewerkbar machen.In der Zeit von Mai bis November ist baden im Meer an diesen Küsten tödlicher Leichtsinn und absolut tabu.Es gibt leider immer wieder Touristen, die ihre Rückreise im Gepäckraum des Fliegers antreten."

Telefonieren
Das Telefonieren auf der Insel habe ich nur mit meinem Handy erledigt. Daher kann ich leider keine Angaben über die Möglichkeiten der öffentlichen Telefonzellen machen.
Mit dem D1-Handy hatte ich in allen größeren Städten einen relativ guten Empfang und das Netz war auch bei Bewegung (z.B. im Zug) zuverlässig. Die Kosten für Inlandstelefonate sind nicht übertrieben teuer - dafür verlangen die Telefongesellschaften für ein Telefonat nach Deutschland wirklich horrende Gebühren. Wenn ich mich richtig erinnere waren es allein 9 DM für die erste Minuten.
R. Mersmann: "Sehr einfach und auch relativ preiswert ist das Telefonieren mit Telefonkarten. Die Karten gibt es in fast jedem 'Gemischtwarenladen'. Telefonzellen gibts in den Touristengebieten reichlich. Ab 22:00 Ortzzeit wird's nochmal billiger. Dann reicht eine 500 Rs Telefonkarte für ein 4 Minuten Gespräch nach Deutschland."


Visum
Das Touristenvisum, daß Du bei der Einreise automatisch erhältst, berechtigt Dich, Dich 30 Tage im Land aufzuhalten. Wenn Du einen längeren Aufenthalt auf der Insel planst, kannst Du entweder in Deutschland bei der Botschaft Sri Lankas eine 6-monatige Aufenthaltsgenehmigung beantragen oder Du begibst Dich in Colombo zum Immigrations-Office. Ich würde die erste Version vorziehen, da das Immigrations-Office sehr ungünstige Öffnungszeiten hat und dort ein sehr hoher Andrang herrscht.
Mich hat dieser Andrang und die Tatsache, daß ich mich in Colombo befand (s. Bürgerkrieg) davon überzeugt, mein Visum nicht verlängern zu lassen. Bei der Ausreise gab es keine Probleme, obwohl ich meine erlaubte Anwesenheit um mehrere Tage überschritten hatte.
R. Mersmann: "Ein Überziehen des Visums bis zu 5 Tagen hat bei der Ausreise in der Regel keine negativen Folgen. Falls es doch einmal Schwierigkeiten gibt, hilft es zu sagen, man habe sich wegen der unsicheren Lage nicht getraut, nach Colombo zu fahren.
Länger sollte man das Visum nicht überziehen. Offiziell wird pro Tag eine Strafe von etwa 10,00 DM fällig. Das Prozedere der Verlängerung ist inzwischen stark vereinfacht worden. Wer bis 10:00 beim 'Department of Emigration and Immigration' eintrifft, bekommt das Visum in der Regel innerhalb von 1 bis 1 1/2 Stunden. Mitzubringen sind: Reisepaß, Umtauschquittungen und Rückflugticket.
Offiziell muß nachgewiesen werden, daß man für den Rest seines Aufenthaltes pro Tag 50 US$ (!!!) umtauschen kann. Ich bin jedoch noch nie darauf angesprochen worden, habe aber mitbekommen, daß Touristen mit einem ungepflegten Äußeren unter Hinweis auf diesen Zwangsumtausch das Visum nicht bis zum gewünschten Termin verlängert oder ganz verweigert wurde. Eine Kreditkarte ist auf jeden Fall hilfreich. Kosten für eine Verlängerung bis 3 Monate ca 35,00 DM . Ab 3 bis 6 Monate fällt die doppelte Gebühr an zuzüglich ca 200,00 DM Steuer. (Stand März 2001)
Das Visum MUSS während der ersten 30 Tage verlängert werden. Ich habe das 1998 um 10 Tage verpaßt: Mein Visum wurde nicht verlängert (Zitat: 'Ein abgelaufenes Visum kann nicht verlängert werden'). Dafür erhielt ich eine Art Unbedenklichkeits-Bescheinigung, die es mir ermöglichte doch noch im Land zu bleiben ;-) und die ich bei der Ausreise vorlegen mußte. Ich hatte allerdings das Gefühl, daß der Imigration-Officer so einen Zettel noch nie gesehen hatte.
WARNUNG
In Hikkaduwa hat es in den letzten Jahren mehrere Fälle von gefälschten Visa-Verlängerungen gegeben. Diese sind von Touristen nicht als solche zu erkennen, es gibt aber immer Schwierigkeiten bei der Ausreise, bis zum Verpassen des Fluges. Also größte Vorsicht, wenn man von einem Einheimischen angeboten bekommt, er wolle das erledigen. Das trifft auch auf einheimische Reiseleiter zu !"

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