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Die fünf Höhlentempel von Dambulla lassen sich am besten mit dem Auto erreichen. Vom fast menschenleeren Parkplatz aus, an dem gerade ein fürchterlich kitschiges Hotel mit einem riesigen, sehr chinesisch anmutenden Drachenkopf gebaut wurde, ist es ein etwas beschwerlicher Aufstieg.

Wer nicht ganz sicher auf den Beinen ist, sollte diese Sehenswürdigkeit lieber im Reiseführer bewundern. Insgesamt sind zwar nur 100 Höhenmeter zu überwinden, aber es ist nicht ganz einfach, zu den Tempeln vorzudringen. Der Aufstieg wird nur teilweise durch Treppenstufen erleichtert. Zum Teil führt der Weg über etwas unebenes Gelände, das bei unserem Aufstieg durch einen Regenguß sehr glitschig geworden war.

An allen Stellen, an denen man etwas verschnaufen konnte, trafen wir auf fliegende Händler, die wie immer eine Vielzahl von mehr oder minder geschmackvollen Souvenirs anboten. Wer seinen Blick schweifen läßt, kann bei halbwegs guter Sicht den Monolith von Sigiriya am Horizont erkennen.

Am Eingang des Tempels sind die Schuhe auszuziehen und es darauf zu achten, in den Höhlen die Kopfbedeckung abzunehmen sowie nackte Beine zu bedecken. Es bietet eine kleine Bude natürlich hier auch wieder den Service an, auf die zurückgelassenen Schuhe aufzupassen. Wer Lust hat dafür zu bezahlen kann dies natürlich machen. Wir haben es vorgezogen, es den Einheimischen gleichzutun und unsere Schuhe einfach an die Mauer zu stellen.

Oben angelangt beeindruckt zuerst der riesige Fels, in dessen Gestein sich die Höhlentempel verbergen. Es sieht so aus, als sein gigantischer Meteorit auf einem Tempelgebäude gelandet und hätte nur noch die Außenmauern stehengelassen. In dem Wandelgang kann man trockenen Fußes von Höhle zu Höhle schlendern, während vom Felsen permanent Quellwasser herunterläuft.

Von den Höhlen kann ich hier keine Bilder präsentieren, da ich mich an das Photographierverbot gehalten haben. An dieser Stelle vielleicht noch ein kleiner Hinweis: Es ist absolut untersagt, sich vor Buddha-Statuen photographieren zu lassen. Da sich einige Touristen nicht an das Verboten halten konnten, gilt nun ein absolutes Verbot in den Höhlen.

Die einzelnen Höhlen sind geradezu vollgestellt mit einer Mischung aus Buddha-Statuen, hinduistischen Abbildern und Statuen von Königen in den unterschiedlichsten Positionen. Die Decken und Wände sind mit farbenprächtigen Malereien versehen. Die zum Großteil indirekte Beleuchtung der Höhlen schafft eine im wahrsten Sinne des Wortes düstere Atmosphäre.

Die kühle, feuchte Luft in den Höhlen ist schwer für jemanden zu ertragen, der sich noch nicht an den Geruch des Lotus-Öls gewöhnt haben sollte. Da sich dieser Geruch aber an allen Tempelstätten wiederfindet, setzt sehr schnell eine Gewöhnung ein (ich habe mir sogar ein Fläschen Lotus-Öl mitgebracht, um ab und zu mal mit der Nase Urlaub zu machen).

Auf der Außenmauer, die den Platz vor den Höhlen begrenzt, treibt sich eine Vielzahl von Affen herum, die sich durch die Touristen nicht weiter stören lassen. Obwohl sie sehr niedlich anzuschauen sind, sollte man nicht vergessen, daß es wilde Tiere sind, die sich nur an die Anwesenheit des Menschen gewöhnt haben.