Die argentinische Seite der Cataratas del Iguazú umfaßt ein wesentlich größeren Bereich als die brasilianische. Somit solltest Du auch mehr Zeit mitbringen, um alles Sehenswerte zu erkunden.

Eine grobe Übersicht über den Aufbau des argentinischen Nationalparks erhält Du auf der folgenden Karte. Durch Anklicken der roten Buchstaben gelangst Du direkt zu den untenstehenden Erläuterungen der einzelnen Punkte.

Wir haben uns entschlossen, für 33 US$ pro Person ein "Gran Aventura"-Ticket beim örtlichen Anbieter "Iguazu Jungle Explorer" zu kaufen. Dieses Ticket beinhaltet die Fahrt mit dem Boot in die Wasserfälle und entlang des Rio Iguazú sowie den Rücktransport zum Eingang per LKW durch den Dschungel. Bis auf einen kleinen Weg haben wir während unseres Tagesausflugs die gesamte Strecke abgelaufen. Unser "Ablaufplan" sah wie folgt aus:

Zugfahrt zur Estacion Garganta

Die Bahn vom Eingang zum Ausgangspunkt der Stege zur Garganta del Diabolo verkürzt die Wegstrecke ungemein. Die Benutzung der Bahn ist im Eintrittspreis des Nationalparks bereits enthalten, so daß kein Anlaß besteht, sie nicht zu nutzen. Die Natur links und rechts der Bahnstrecke ist nicht besonders erwähnenswert und durch das Betriebsgeräusch der Bahn und die aus den Lautsprechern in den offenen Waggons lärmende Musik, werden mit Sicherheit alle Tiere in der Umgebung vertrieben.

Den Rückweg haben wir auch wieder mit der Bahn zurückgelegt, da das Boot (kostenpflichtig!), das im Fluß neben den Schienen fährt zuviel Zeit kostet. Gerade wenn Du noch etwas mehr vom Nationalpark sehen möchtest, kannst Du auf dieser (meiner Meinung nach eher langweiligen) Strecke etwas Zeit sparen.

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Garganta del Diabolo

Der Blick in den "Teufelsrachen" ist einer der spektakulärsten Anblick, die man in Iguazu haben kann. Um an den Rand des Abgrund zu gelangen, ist ein Fußmarsch von 5-10 Minuten ab dem kleinen Bahnhof notwenig. Über gerade neu gebaute Stege, Brücken und Platformen geht es immer näher an den brodelnden Schlund heran, den man schon aus der Entfernung gut an der aufsteigenden Gischt erkennen kann.

Wenn Du vorhaben solltest, auf der Ausichtsplatform zu fotografieren oder zu filmen, solltest Du zwei Dinge haben. Zum einen etwas Geduld, da die Gischtwolken immer wieder die Sicht versperren und zum anderen ein wasserdichtes Behältnis, in dem Du Deine Kamera verschwinden lassen kannst.

Innerhalb weniger Minuten wird Deine Kleidung durch die umherfliegenden Wassertröpfchen triefend naß sein. Du solltest also am besten schon morgens daran denken und Klamotten bevorzugen, die sehr schnell trocknen. Wenn Du planst, die Bootsfahrt an und in die Wasserfälle mitzumachen, ist es von Vorteil, wenn Du Badekleidung einpackst und eine große, wirklich wasserdichte Tüte für Deine restliche Kleidung mitnimmst.

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Circuito superior

Dieser Wanderweg führt vorbei an unzähligen mittelgroßen Wasserfällen. Die Stege verlaufen oberhalb der Cataratas, so daß man die gesamte Zeit einen wunderschönen Blick auf die Wasserfälle hat. Als besonders schön habe ich die vielen kleinen Regenbögen in Erinnerung, die sich durch das aufsteigende Wasser bilden.

Von einigen Aussichtsplatformen kann man einen Blick auf Teile des gesamten Nationalparks werfen und erahnen, wie große die Wasserfälle in Wirklichkeit sind (die gesamten Ausmaße lassen sich aber von der brasilianischen Seite aus wesentlich besser erkennen).

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Circuito inferior

Der untere Rundweg führt am Fuß der Wasserfälle vorbei. Die volle Wirkung entfalltet ein Wasserfall eben erst, wenn man fast unter ihm steht und das Wasser auf sich zu stürzen sieht.

Ein Großteil dieses Weges verläuft durch dichte Vegetation, so daß sich hier gut eine kleine Pause von der ansonsten gnadenlos brennenden Sonne gönnen kann.

Die Stege und Platformen sind so angelegt, daß problemlos in die Nähe der Fälle gelangen kann und nicht sofort durch das aufspritzende Wasser durchnäßt wird (es sei denn, der Wind steht sehr ungünstig).

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Isla San Martin

Anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten, mir eine Insel innerhalb eines Wasserfalls vorzustellen. Die Isla San Martin befindet sich etwas östlich unterhalb des Circuito superior und ist von verschiedenen Wasserfällen und dem ruhigeren Teil des Rio Iguazú eingeschlossen.

Erreicht werden kann die Insel nur per Boot (kostenlos!). Der Anleger befindet sich am Ende des Circuito inferior gleich neben der Stelle, an der die Boot für die Fahrten in die Wasserfälle ablegen. Die Überfahrt dauert wenige Minuten.

Die Insel bietet einen kleinen Rundkurs, den man innerhalb kurzer Zeit "abwandern" kann. Da die Insel sich am ehesten mit einem großen Stein vergleichen läßt, ist ersteinmal ein gehöriger Aufstieg erforderlich, um auf den Rundkurs zu kommen. Auch auf dem Rundkurs sind dann noch einige Höhenmeter zu überwinden. Menschen die nicht so richtig fit sind, sollten es sich überlegen, ob sie sich diesen Teil der Tour bei der Hitze antun.

Sehr schön ist eine Platform im Süden der Insel, die einen wunderbaren Ausblick auf die Wasserfälle bietet, die man vom Circuito superior von oben gesehen hat und die man auf der folgenden Bootstour noch deutlich spüren kann.

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Bootsfahrt an den Wasserfällen

Ein Erlebnis der besonderen Art bietet sich jedem, der sich entschließt, in einem der Boote an die Wasserfälle heranzufahren und zum Teil auch in sie hineinzufahren.

Die Boote sind mit sehr starken Motoren ausgestattet, so daß sie schnell und sicher aus dem Sog der Fälle wieder herauskommen. Besonders wichtig für eine Fahrt mit dem Boot ist, daß Du eine fest verschliesbare Tüte mitnimmst, um Deine Kleidung trocken zu halten. Als einziges während der Fahrt tragbares Kleidungsstück bietet sich Badekleidung an.

Der Bootsführer hält vor der Einfahrt in jeden Wasserfall kurz an und gibt ein Signal, damit diejenigen, die unbedingt fotografieren wollen, schnell einen Schnappschuß machen können. Du solltest Dir überlegen, ob Du Deine Kamera diesem Wassernebel aussetzen möchtest...

Nachdem das Boot ein paar Runden unter den Cataratas gedreht hat, fährt es stromabwärts den Rio Iguazú hinunter. Durch die hohe Geschwindigkeit, die Stromschnellen im Fluß und die harten Holzbänke im Boot wird man auf dieser Fahrt ganz nett durchgeschüttelt und die Wirbelsäule durch die Schläge nicht unerheblich belastet.

Nach dem Ausstieg am südlichen Ufer des Rio Iguazú muß wiedereinmal ein kleiner Aufstieg bewältigt werden, bevor man am Abfahrtspunkt des LKW's ankommt. Während des Aufstiegs hat man Gelegenheit, die nasse gegen die hoffentlich noch trockene Kleidung auszutauschen.

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LKW-Tour durch den Dschungel zum Parkeingang

Als Abschluß des Gran Aventura-Programms wird man auf einem armeetauglichen LKW ca. 8 Kilometer durch den dichten Regenwald gefahren. An besonders außergewöhnlichen Pflanzen (die immer ganz zufällig direkt neben der Straße stehen) hält der LKW kurz an und die Reiseführer erklären etwas über die Pflanze und ihre Bedeutung.

Die Tierwelt hält sich während des Tages stark zurück und erscheint erst gegen Abend auf der Bildfläche. Somit hat man als Tagestourist wenig Chancen, die in dieser Gegend heimischen Tier zu Gesicht zu bekommen.

Am Ende eines wirklich anstrengenden Tages, ist es richtig angenehm, sich nur noch auf den Sitzen des LKW festzuhalten und dann langsam in Richtung Ausgang kutschiert zu werden.

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Meiner Meinung nach lohnt es sich wirklich, das Geld für ein Ticket zu investieren, da gerade die Bootstour ein ganz besonderes Erlebnis ist.

Wenn Du Dich einen ganzen Tag an, über und unter den Wasserfällen aufhälst, solltest Du nicht vergessen, ab und zu mal wieder Sonnencreme nachzulegen. Durch den bei diesen Temperaturen unvermeidlichen Schweiß und die Dauerberieselung durch die Wasserfälle, bricht der Sonnenschutz sehr schnell in sich zusammen. Wir haben regelmäßig nachgecremt, waren schon längst an die Sonne gewöhnt und sahen am Abend dann trotzdem so aus: